Strategie

KWS Food Ingredients

IFS Broker und EU-Bio

Zertifizierte Kette

Unser Team von KWS Food Ingredients hat sich die Zertifizierungen IFS Broker und EU-Bio erarbeitet. Der Kraftakt gelang in Zusammenarbeit vieler Fachbereiche.

Mit KWS Food Ingredients bringt KWS die Erfahrung aus der Pflanzenzüchtung in die Lebensmittelwelt ein: Geschmack, Textur und Funktionalität von Protein aus unseren gelben Erbsen sollen von Anfang an auf die Anforderungen der Lebensmittelherstellung abgestimmt sein. „Damit wir unsere Innovationen auf den Markt bringen können, haben wir angefangen, Proteinisolat aus diesen Erbsen herstellen zu lassen“, sagt Alexandra Molitor, Commercial Director Food Ingredients.

Dafür hat das Team die Wertschöpfungskette zusammengebracht – vom Anbau durch Landwirtinnen und Landwirte über das Mahlen in Mühlen, die Extraktion des Proteins bis zur Trocknung. Zuletzt steht das fertige Isolat für Kooperationspartner wie den Erbsenmilchhersteller vly und neuerdings den Lebensmittelproduzenten Billie Green zur Verfügung (Pressemeldung).

Im gesamten Prozess arbeitet KWS mit externen Dienstleistern zusammen. „Und als Broker, als Bindeglied, sind wir am Ende für die Qualität, die Lebensmittelsicherheit und die Rückverfolgbarkeit verantwortlich“, sagt Alexandra. In diesem Bereich der Nahrungsmittelproduktion fehlte KWS als Saatguthersteller bislang aber die Expertise. „Um sicherzugehen, dass wir alle wichtigen Aspekte zur Lebensmittelsicherheit und zu rechtlichen Bedingungen kennen und beachten, haben wir entschieden, uns als KWS und KFI-Team in einem strukturierten Prozess selbst zu überprüfen.“ Es ging unter anderem darum, ein System für die Dokumentation aufzubauen, denn die Rückverfolgbarkeit durch die gesamte Wertschöpfungskette ist ein wichtiger Aspekt.

INFO

KWS als Broker in der Wertschöpfungskette

Weltweit anerkannt und als Nachweis oft verlangt

Der Prozess hat geholfen, ein gutes System zu etablieren. Und das Team hat viel darüber gelernt, was getan werden muss, um ein sicheres Produkt in Händen halten zu können. Ein Zertifikat wird zudem „oft aus der Industrie und von Kundinnen und Kunden als Nachweis verlangt. Wir können mit dem Zertifikat zeigen, dass wir ein verlässlicher Partner sind.“ Das Team entschied sich für den Produktqualitäts- und Sicherheitsstandard von IFS, weil er weltbekannt und in der Ernährungsindustrie anerkannt ist.

Das ehrgeizige Vorhaben führte innerhalb von nur neun Monaten mit dem Audit im September zum Ziel – dank des großen Einsatzes aller Beteiligten oft zusätzlich zum Tagesgeschäft, wie Alexandra betont. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit war wirklich außergewöhnlich.“ Am Prozess waren rund fünfzehn Kolleginnen und Kollegen aus diversen Bereichen beteiligt: direkt aus dem KFI-Team (Proteinproduktion, Key-Account-Management, Forschung und Entwicklung) und auch aus Bereichen, die direkt mit Food Ingredients zusammenarbeiten. Dazu gehören Logistik, Procurement, Legal, Qualitätsmanagement und Regulatory. Unterstützung im Projektmanagement kam aus dem Bereich Operational Excellence.

Fast zeitgleich erfolgte in einem zweiten Audit auch die Zertifizierung nach EU-Bio. „Unsere Kundinnen und Kunden wünschen sich eine lokale Produktion, zum Teil auch in Bioqualität.“ Um diesen Kundenwünschen entsprechen zu können, war es für das Team klar, auch die Bio-Zertifizierung direkt mit anzuschließen.

Mit den jetzt bestandenen Audits sieht Alexandra das Team gut aufgestellt. Und die interdisziplinäre Zusammenarbeit hört jetzt nicht auf: „Mit den Zertifizierungen haben wir die Basis an notwendigen Strukturen und Prozessen eingeführt. Jetzt gilt es, sie weiter aufzubauen und zu leben – gemeinsam.“ |


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