Umstrukturierung
Vorausschauend fahren
Mit Global Business Operations (GBO) verfolgt KWS eine neue Vision. Wie wir durch die Umstrukturierung effizienter zusammenarbeiten können, erklärt Christoph Hengst, Head of Global Business Operations.
Christoph Hengst (rechts) erklärt, wie die GBO zu ganzheitlichem Handeln führt.
Die GBO ist im August gestartet – warum war eine neue Organisation notwendig?
GBO ist zum einen die konsequente Weiterentwicklung der Strukturen, die wir mit GLOBE geschaffen haben. Zum anderen erlaubt die neue Organisation einen noch stärkeren Fokus auf End-to-End-Prozesse, die damit verbundene Digitalisierung und eben auch im gesamten Prozess das Richtige im richtigen Moment zu tun. Klare Verantwortlichkeiten, kontinuierliche Verbesserungen und einen gesteigerten Mehrwert schaffen – das haben wir uns zum Ziel gesetzt.
Wie unterscheidet sich die neue Struktur von der alten?
Wenn wir auf die vorherige Struktur schauen, dann endete ein Prozess irgendwann im transaktionalen Bereich. Ein Beispiel aus der Beschaffung: Eine Rechnung muss bezahlt oder verbucht werden. Der Ausgangspunkt liegt oft im operativen Geschäft, beispielsweise durch eine Bedarfsmeldung. Das führt zu vielen Übergabepunkten entlang des Prozesses. Wenn man dann nur den Teil der Kette bekommt, an dem der transaktionale Part beginnt, ist man abhängig davon, wie gut die Qualität der Vorprozesse war. Wir wollen jetzt sicherstellen, dass wir diese Prozesse mit einem veränderten Fokus von Anfang an mitsteuern – und am Anfang der Kette bestenfalls schon sagen können, welche Informationen wir am Ende benötigen, um dann so effizient wie möglich zu arbeiten.
„Die neue Organisation Fokussiert auf End-to-End-Prozesse.“
Christoph Hengst
Wie wird sich dabei die Art und Weise ändern, wie wir arbeiten?
Verantwortlichkeiten ändern sich. Das erfordert, dass alle Beteiligten ganzheitlich denken, nicht nur an den eigenen Prozessschritt: Wie kann die ganze Kette optimal funktionieren, und welche Informationen braucht es an welchem Punkt dafür? Wir müssen saubere Übergabepunkte zwischen dem strategischen und dem operativen Part der Arbeit schaffen – und dann den Fahrersitz wechseln, wenn alle strategischen Punkte erfüllt sind und die operative Einheit weiterfährt. Aber die GBO muss auch flexibel bleiben und beispielsweise früher oder später auf den Fahrersitz wechseln – je nach Situation. Wichtig ist, dass der Prozess sichergestellt ist. Es ist wie beim Staffellauf: Man gewinnt das Rennen nur, wenn der Staffelstab jedes Mal sauber übergeben wird.
Welche Auswirkungen wird die Umstellung auf KWS im Ganzen haben?
Kosten, die in der Verwaltung entstehen, werden verrechnet und landen am Ende in der Gewinn- und Verlustrechnung. Wenn wir also effizienter arbeiten und dadurch Geld einsparen, kommt das direkt dem Unternehmen zugute. Ebenso hat die Verwaltung einen Einfluss auf den Gewinn. Wir sind in vielen Bereichen involviert – sei es, dass wir die Steuererklärung besser machen und deshalb Umsatzsteuer zurückerhalten, oder weil wir im Forderungsmanagement dafür sorgen, dass Stammsätze so gepflegt werden, dass wir ausstehende Beträge einfordern können, weil die Kontaktinformationen aktuell sind. Wichtig ist auch der Einkauf: Wo wir in die Prozesse involviert sind und KWS über einen Angebotsvergleich ermöglichen, bessere Entscheidungen zu treffen, haben wir einen direkten Einfluss auf die Gewinne und Verluste des Unternehmens.
Grundsätzlich sind wir alle ein Team. Ob in Berlin oder an anderen Standorten, wir haben alle dasselbe Ziel: KWS weiter erfolgreich zu machen. |
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