Strategie

Graduate-Programm

Javiera Paz Moreno Maritano (links) und Jose-Rafael Juncosa Nuñez (Dritter von links) beschreiben, was sie im ersten von zwei Jahren im KWS Global Graduate Program erlebt haben.

Förderung

Die Zukunft beginnt hier

Unser KWS Global Graduate Program ist weltweit sehr gefragt aber was macht es eigentlich so besonders? Zwei aktuelle und zwei ehemalige Graduates erzählen davon.

Wissenschaft und Innovation hat Jose-Rafael Juncosa Nuñez schon immer geliebt. „Aber ich sah mich nicht bei der Arbeit in einem Labor. Mich interessierte ein Job, bei dem ich mit verschiedenen Abteilungen zusammenarbeite und Forschungsprojekte mit einem starken Fokus auf das operative Geschäft betreuen kann.“ Er ist einer von sechs Graduates in unserem aktuellen Jahrgang 2024–2026. Zwei Jahre dauert das Programm, eines davon ist für Jose bereits vorbei.

Erlebt hat er viel: Seine Rotationen führten ihn in den Bereich Tissue Culture in der Forschung und Entwicklung sowie für vier Monate an das Gateway Research Center in den USA. „Das Team, in dem ich gearbeitet habe, war super“, so Jose. „Wir haben Ideen ganz offen diskutiert, und die Meinung jeder einzelnen Personen wurde geschätzt. Am Anfang war es eine Herausforderung, zu entschlüsseln, wie alles funktioniert, wenn man kein Experte auf dem Feld ist. Aber dadurch habe ich realisiert, wie sehr ich es mag, diese Art von Projekten umzusetzen, die mich persönlich fordern, besonders im Umfeld von künstlicher Intelligenz.“

Im KWS Global Graduate Program geht es nicht nur darum, Verantwortung für eigene Projekte zu übernehmen, sondern auch KWS und die vielfältigen Tätigkeiten kennenzulernen.

Aus mehr als 500 Bewerbungen haben es sechs Personen ins Programm geschafft.

Die Absolventinnen und Absolventen wechseln alle sechs Monate in eine neue Abteilung.

Abteilungswechsel nach sechs Monaten

Jose ist Graduate im Programm „Growing with Innovation“, das auf Absolventinnen und Absolventen mit einem Hintergrund in Biotechnologie, Pflanzenwissenschaften oder anderen ähnlichen Feldern zugeschnitten ist. In den zwei Jahren wird alle sechs Monate die Abteilung gewechselt das erlaubt allen Graduates eine breite Lernerfahrung, indem sie an Projekten aus verschiedenen Abteilungen arbeiten.

Neben „Growing with Innovation“ gibt es noch „Growing into the Future“, das eher einen multidisziplinären Hintergrund in Agrarwissenschaften erfordert, und das neueste Programm, „Growing with Data Science“. Letzteres hat einen Fokus auf junge Berufserfahrene mit einem Abschluss in beispielsweise Bioinformatik, Statistik oder IT. Die Teilnahme am Graduate-Programm erfordert ein besonderes Engagement. „Wir bekommen jedes Jahr über 500 Bewerbungen“, so Melissa Mendoza Diaz, Expert Talent Development, die das Programm betreut. Hat man die erste Hürde geschafft, folgt ein herausfordernder, mehrere Schritte umfassender Auswahlprozess. Die besten Kandidatinnen und Kandidaten werden dann die zukünftigen KWS Graduates.

„Als Graduate übernimmt man eigene Projekte und trägt Verantwortung. Das Programm bietet einzigartige Gelegenheiten, sich weiterzuentwickeln, und umfasst beispielweise auch weitere Trainings, Feldbesuche, Mentoring und die Möglichkeit, ein eigenes Netzwerk aufzubauen“, so Melissa. „Wir wollen damit eine Talentpipeline für KWS schaffen, die auf unsere strategischen Ziele und Werte ausgerichtet ist.“ Das Programm ist ein Baustein in der Ambition unserer Strategischen Planung 2035, Top Arbeitgeber der Saatgutindustrie zu werden. Damit sind wir bereits auf einem guten Weg: Unser KWS Global Graduate Program wurde 2023/2024 als eines der zwanzig besten Programme in Deutschland und eines der dreißig besten internationalen Programme ausgezeichnet.

„Die Meinung jeder einzelnen Personen wurde geschätzt.“

Jose-Rafael Juncosa Nuñez

Als eine der ersten hat Sofia Guendel das Programm 2021 erfolgreich durchlaufen. Aktuell ist sie Projektmanagerin in der Business Unit Zuckerrübe. Auf Sofia warten aber bereits spannende neue Aufgaben ab Januar wird sie als unser neuer Head of Nordics für die Länder Schweden, Finnland und Norwegen verantwortlich sein. Ein toller Erfolg für die gebürtige Costa Ricanerin mit einem Master in Agricultural and Food Economics. „Nach meinem Abschluss habe ich mir damals verschiedene Programme angesehen und hatte mehrere Zusagen aber am KWS Global Graduate Program haben mich die verschiedenen Rotationen und die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes gereizt“, so Sofia.

Ein Highlight war für sie, dass alle Graduates eine Mentorin beziehungsweise einen Mentor zur Seite gestellt bekommen. Sofias Mentor war Gonzaga Hernandez Zaballos, mittlerweile Head of BU Corn Europe. „Er begleitet mich bis heute auf meinem Karriereweg bei KWS, unterstützt meine Entwicklung und hat mich immer mit wertvollen Ratschlägen ermutigt.“ Auch ihre ehemaligen Projekt-Coaches, die sie damals bei der Vollendung ihrer Projekte unterstützt hatten, boten Sofia sofort ihre Hilfe an. „Das Graduate-Programm hat mich mit vielen Menschen bei KWS in Verbindung gebracht und mir geholfen, mich auf künftige Rollen vorzubereiten“, so Sofia. Als Alumna steht sie jetzt den aktuellen Graduates mit Rat und Tat zur Seite und hat sogar selbst mittlerweile als Projekt-Coach zwei von ihnen in ihrer Abteilung betreut.

Beruflich wachsen – und mehr

Javiera Paz Moreno Maritano stieß auf das Programm, als sie gerade ihren Doppelmaster zwischen den Universitäten in Chile und Göttingen beendete. Obwohl sie zuerst überlegt hatte, in ihr Heimatland Chile zurückzukehren, wollte sie sich lieber in Deutschland beruflich weiterentwickeln und ihr Deutsch verbessern. „Das Programm hat ein bisschen von allem, das hat mich besonders angesprochen: aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft, die Möglichkeit, interkulturell zu arbeiten und beruflich weiter zu wachsen.“

Mit dem Master in Sustainable International Agriculture entschied sie sich, eine Bewerbung für „Growing into the Future“ einzureichen. Javieras Rotationen beinhalteten bisher Projekte in Global Marketing & Communications, Seed Technology und im Bereich Business Development Sugarbeet. „Man bekommt durch die längeren Aufenthalte und die eigenen Projekte wirklich tiefe Einblicke in die jeweilige Abteilung“, erzählt sie.

„Man bekommt tiefe Einblicke in die jeweilige Abteilung.“

Javiera Paz Moreno Maritano

Nach einem intensiven Onboarding haben sich in Javieras Graduate-Gruppe bereits enge Freundschaften entwickelt. Zusammen haben sich die Gruppenmitglieder außerdem dazu entschieden, innerhalb des Programms eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben: An der Grundschule in Kreiensen bei Einbeck organisierten sie im April 2025 eigenständig einen interkulturellen Kochnachmittag – jede und jeder Graduate kochte ein Gericht aus ihrem oder seinem Heimatland mit den Kindern. „Das Programm hat uns wirklich zusammengeführt und macht den Einstieg bei KWS auch als Nichtmuttersprachlerin leicht“, sagt Javiera.

So hat es auch Lorenzo Castaldello erlebt, der wie Sofia zur ersten Gruppe der Graduates bei KWS gehört. Ursprünglich aus Italien, absolvierte er seinen Master in Göttingen, als er von dem Programm hörte. Für ihn ging es bereits nach einem Jahr direkt weiter: Lorenzo bekam einen Job als Product Manager CONVISO SMART® & Seed Treatments in der BU Sugarbeet angeboten. „Das war damals keine leichte Entscheidung, denn eigentlich stand für mich ja auch noch ein Auslandsaufenthalt an“, erzählt er. Nach einer Beratung mit seinem Projekt-Coach und Mentor entschied er sich dann, das Angebot anzunehmen. Mittlerweile ist Lorenzo Regional Business Support Manager für Südeuropa, Afrika und den Nahen Osten. Als Teil unserer Vertriebsorganisation arbeitet er kulturartenübergreifend und entwickelt zusammen mit den Heads of Region strategische Initiativen.

Lorenzo Castaldello gehörte zum ersten Jahrgang und hat sich schnell beruflich sowie persönlich weiterentwickelt.

Sofia Guendel sah sich durch das Programm gut auf künftige Rollen im Unternehmen vorbereitet.

Programm mit gutem Ruf

„Das Mentoring im Graduate-Programm hat mir sehr dabei geholfen, mich weiterzuentwickeln“, so Lorenzo. „Ich bin immer noch in Kontakt mit meinem Mentor.“ Besonders hilfreich fand er auch das Training in Projektmanagement zu Beginn des Programms eines von mehreren, das alle Graduates erhalten, um sie optimal auf ihre zukünftigen Aufgaben bei KWS vorzubereiten. „Das Programm fördert außerdem die Sichtbarkeit bei KWS“, ergänzt Lorenzo. „Nach jeder Rotation präsentiert man vor einer Gruppe, zu der auch die obere Führungsebene gehört das hilft bei den nächsten Karriereschritten.“

Als Lorenzo bei KWS anfing, war das Programm neu und noch nicht so bekannt. „Mittlerweile ist es sehr etabliert“, so Lorenzo. „Wenn ich mich mit den anderen Kolleginnen und Kollegen austausche, dann sehe ich, wie sehr das Programm geschätzt wird – und was für eine Chance es allen Graduates bietet.“ |


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