Arbeit

Pflanzenzüchtung

Zucker, Biogas, Bioethanol, Futtermittel und Düngung: Zuckerrüben lassen sich vielfältig verarbeiten.

Schaubild

Leistungsstark, nachhaltig, süß

Die Zuckerrübe ist unser heimischer Rohstoff für die Zuckerproduktion. Wir verwerten sie zu hundert Prozent – sowohl die Nebenprodukte als auch ganze Rüben lassen sich vielseitig nutzen.

Für die Zuckerrübe stehen in Deutschland rund 400.000 Hektar Anbaugebiet zur Verfügung. Insgesamt sorgen 18 Zuckerfabriken nach der Ernte für die Weiterverarbeitung zu Zucker. Rüben können darüber hinaus zur Ethanolproduktion, als Futter in der Rinderhaltung oder zur Biogasgewinnung eingesetzt werden.

Ackerbauliche Vorteile

Mit einer Aussaat im Frühjahr (Sommerung) und als Blattfrucht lockert die Rübe die Fruchtfolge auf. Ihr tiefer Wurzelapparat hat einen positiven Einfluss auf die Bodenstruktur und sie kann Nährstoffe und Wasser auch aus tieferen Bodenschichten aufnehmen. Durch die lange Vegetationszeit bedeckt sie den Boden bis in den Herbst, nimmt Stickstoff auf und hinterlässt einen geringen Nitratgehalt vor dem Winter – damit trägt die Rübe zum Wasser- und Bodenschutz bei. Unter wechselnden Witterungsbedingungen oder in Trockenperioden profitiert sie von ihrer effizienten Wassernutzung, dem ausgeprägten Wurzelapparat und der langen Vegetationszeit.

Züchterischer Fortschritt

Heute kombinieren standortangepasste Zuckerrübensorten mit hoher Ertragsleistung mehrere Toleranz- und Resistenzeigenschaften, um sich gegen eine Vielzahl von Schädlingen zu behaupten. Besonders CR+ Sorten mit einem hohen Schutz gegen Cercospora sowie CONVISO® SMART Sorten sind Teil des integrierten Pflanzenschutzes und bieten ein hohes Potenzial, den Ressourceneinsatz zu senken. Der Ertragsfortschritt bei der Zuckerrübe liegt aktuell bei circa zwei Prozent jährlich.

Regionales Produkt

Rübenzucker wird aus heimischen Rüben erzeugt. Für die Gewinnung von einem Kilogramm Zucker werden etwa sechs bis sieben Rüben benötigt. Als Nebenprodukte entstehen Rübenschnitzel, Melasse und Carbokalk. Rübenblatt und -kopf verbleiben auf dem Acker als organische Substanz. Deutschland hat einen Zucker-Selbstversorgungsgrad von 159 Prozent: Der Großteil des produzierten Zuckers wird in Speisen und Getränken verarbeitet, circa zwölf Prozent gehen direkt an Endverbraucherinnen und -verbraucher oder in den Einzelhandel. |

Schaubild auf der nächsten Seite

Info graphic on the next page


© KWS SAAT SE & Co. KGaA 2026