Strategie

KWS Food Ingredients

Kooperation mit vly

KWS im Supermarkt

Das Food-Start-up vly hat die erste Bio-Milchalternative auf Erbsenprotein­basis aus unserer Züchtung auf den Markt gebracht. Für unser KWS Food Ingredients Team ist damit ein weiterer Meilenstein erreicht.

Die Milchalternative vly High Protein ist 
das erste Produkt der Lebensmittelindustrie, in dem Erbsenprotein von KWS genutzt wird.

Fast auf den Tag genau drei Jahre waren es vom Start der Kooperation im März 2023 bis zur Vorstellung des Produkts auf der Messe Biofach in Nürnberg im Februar 2026 (fürs KFI-Team: Nigel Moore, Sanaah Sharma Bagga und Alexandra Molitor).

Dass die neue vly-Milchalternative schmeckt, davon hat sich das Team von KWS Food Ingredients (KFI) vor der Markteinführung selbst überzeugt. Bei einer Blindverkostung in Berlin bestätigte sich, dass Milchalternativen mit der gemeinsam selektierten Erbsenlinie von KWS geschmacklich mehr überzeugen konnten als pflanzliche Milchalternativen auf Basis anderer, kommerziell erhältlicher Erbsenproteine.

Das neue Produkt vly High Protein wird in Deutschland bei der Drogeriemarktkette dm verkauft. Es ist das erste Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem Berliner Food-Start-up vly und KWS. Die Kooperation begann vor drei Jahren damit, ein klares Ziel zu definieren: eine Milchalternative, die weniger bitter schmeckt als bisherige Varianten und dem Geschmack von echter Milch ähnelt. Dies war die Basis für den zweiten Schritt: die Selektion von Erbsenlinien, die aufgrund von genetischen und funktionalen Analysen das größte Potenzial zeigten. Den Geschmack des Proteins der in dieser Runde selektierten Erbsen testete daraufhin ein Panel, also Personen, die darauf trainiert sind. Im nächsten Schritt wurde Protein aus den am besten bewerteten Linien zunächst in einem Standardrezept für Erbsenmilch verkostet, um die finale Erbsenlinie zu selektieren. Kombiniert mit einer speziell zugeschnittenen Rezeptur folgte nun der Eintritt in den Markt. Es ist das erste Mal überhaupt, dass Erbsenprotein von KWS in einem Produkt der Lebensmittelindustrie genutzt wird.

Damit ist ein zentraler Meilenstein von KFI aus der Strategischen Planung 2035 erreicht. Das Team habe nicht nur genetische Diversität in Erbsen gefunden, die einen Unterschied im Geschmack von Lebensmitteln bedeuten. Es sei auch gelungen, die Wertschöpfungskette von der Züchtung über das Feld und die Produktion von Protein bis zum Lebensmittelproduzenten zu verknüpfen und Wertschöpfung für KWS über den Saatgutmarkt hinaus zu generieren. „Dass dies bereits drei Jahre nach Start der ersten Kooperation der Fall ist, ist grandios und zeigt die Kraft agiler Projekte mit einer starken Mannschaft“, kommentiert Commercial Director Alexandra Molitor.

„Es reicht nicht, zu schauen, was ein Analysegerät sagt.“

Alexandra Molitor

Kooperationen als Schlüssel

Das enge Zusammenspiel mit der Lebensmittelindustrie ist der Schlüssel für KWS, um perfekt passendes Protein bereitstellen zu können: „Ob unser Erbsenprotein in einer Milchalternative oder in einem Burger eine Verbesserung bringt, können wir allein nicht herausfinden. Es reicht nicht, im Labor zu testen und zu schauen, was ein Analysegerät sagt.“ Das Protein von KWS müsse auch mit weiteren Zutaten harmonieren, und am Ende stehe die Frage: Schmeckt es auch den Menschen?

Zudem gilt es, Protein von verlässlichen Partnern produzieren zu lassen. Deshalb hat sich das KFI-Team als zertifizierter Broker mit Bioqualität aufgestellt (siehe „Zertifizierte Wertschöpfungskette“, KWSintern 04.25). „Die komplette Wertschöpfungskette von der Erbse bis zum Proteinisolat wurde zudem innerhalb Deutschlands aufgebaut“, sagt Alexandra Molitor. Das wiederum entspreche den Erwartungen der Kundinnen und Kunden von vly an Nachhaltigkeit, wie vly-Mitbegründer Nikolas Hartmann kommentiert. Alexandra Molitor weiß: „Es baut alles aufeinander auf – Meilenstein für Meilenstein.“ |

Schon getestet? Wie schmeckt Ihnen die neue Milchalternative vly High Protein? Feedback an:

Alexandra Molitor

alexandra.molitor@kws.com


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